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Reflexionsportfolio Herbstsemester 2011

7.Posting, 12.12.11, Selbstverbalisation

Das erste Semester der PH neigt sich langsam dem Ende zu. Erst gerade angefangen und trotzdem schon 1/6 der Semester abgeschlossen, frage ich mich, wie es mit meiner Einstellung zum Studium selbst steht. Dazu möchte ich vorerst die Selbstverbalisation vom GSBK Unterricht aufgreifen und ein Erklärungsmodell zum Verständnis zeigen.

 

 
Abbildung 1: Erklärungsmodell, Gruppentraining sozialer und beruflicher Kompetenzen

Dieses Erklärungsmodell zeigt im Zentrum eine Situation die jeweils eine negative oder auch eine positive Selbstverbalisation auslösen kann. Auf der linken Seite folgen dann negative Gefühle und dementsprechend auch ein Verhalten, dass eher nicht erwünscht ist. Das Gegenteil erfolgt dann auf der rechten Seite des Modells. Mit folgendem Beispiel möchte ich beide Richtungen einmal aufzeigen.


Situationsbeispiel

Am Anfang der PH war ich etwas skeptisch, ob ich das alles schaffen würde. Viel Neues und Unerwartetes kam auf mich zu, was mich irgendwie überforderte. Ein Gefühl der Angst kam in mir auf. Ich glaubte, jetzt war der Moment gekommen, indem für mich alles zu schwierig werden würde. Die negative Selbverbalisation setzte ein. Die vielen Arbeiten und Aufträge, die in nächster Zeit bevorstanden, hatten Einfluss auf meine Sichtweise des Studiums. Ich glaubte, egal wie viel ich lernen würde, ich würde es nicht schaffen. Dies gab mir ein Gefühl von Unwillen. Ich war mir plötzlich nicht mehr sicher, ob ich das alles überhaupt wollte. Dies äusserte sich in unmotiviertem Verhalten und Unsicherheit. Ich wusste nicht mehr, wo vorne und hinten war.
Doch ein Gespräch mit meinen Eltern half mir das Ganze Schritt für Schritt zu nehmen. Sie gaben mir Mut, mir selbst zu sagen, ich könne das. Ich wisse ja nicht, ob ich es schaffen würde, weil das Studium erst begonnen habe. So beschloss ich jeden Tag zu nehmen, wie er ist und das Beste daraus zu machen. Dies gab mir Zuversicht und wieder ein bischen Freude am Studium. Dies führte schliesslich dazu, dass ich nun wieder mit voller Stärke mit dabei bin. Ich bin mir jetzt ganz sicher, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe.

Bisher war mit nicht klar, wie stark eine negative Selbstverbalisation den Menschen in seinem Verhalten beeinflussen kann. Es ist furchtbar, keinen Ausweg aus einem Gefühlschaos zu finden. Dafür hilft aber die positive Selbstverbalisation. Sie hat mir in letzter Zeit extrem im Bestehen verschiedenster Arbeiten geholfen. Sowohl das Gefühl als auch das Verhalten verbessert sich, was auch Aussenstehende beobachten können.
Vieles spielt sich also im Inneren des Menschen ab. Aber ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, seine Gefühle zu offenbaren und sich damit auseinanderzusetzen. So kam ich wieder auf einen "grünen" Zweig und freue mich nun auf die nächsten Studiensemester.

Auf folgendem Link finden sie verschiedenste Fragebögen. Einer davon ermöglicht zum Beispiel die Klärung des Interesses an einem Lehrer/innenstudium. Dieser Fragebogen hat mir im BSK Unterricht auch nochmal gezeigt, was ich will.

http://www.cct-switzerland.ch/index.php?action=1&texttyp=1&zielgruppe=5&lokalisierung=CH-GER&PHPSESSID=244afea082a382ee985159c44a112931

6.Posting, 5.12.2011, Situationstyp REG

In der letzten BSK Stunde haben wir noch den letzten Situationstypen von fünf behandelt. Man nennt ihn REG oder auch Dauerkonflikte-Regeln aushandeln. Das Merkmal dieses Typen besteht darin, dass Konflikte schon dauerhaft anhalten und man aber auch eine Lösung bzw. eine Regel dauerhaft finden möchte.
Folgende Punkte müssen für eine Problemlösung beachtet werden:

  • alle Beteiligten können ihre Sichtweise wiedergeben, ohne Kritik oder Einschränkung

  • alle Sichtweisen werden auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede verglichen

  • das Problem ist gelöst, wenn möglichst viele ihr Anliegen verwirklichen können

  • am Schluss werden klare, gemeinsame Regeln festgehalten, die für alle gelten


Wichtig dabei ist:
Es gibt keine "ideale Lösung", sondern es geht um einen für alle Seiten gangbaren Weg.

Quelle: Gruppentraining sozialer und beruflicher Kompetenzen BSKI (Jürgens, 2006)

Eine Studienkollegin meiner Lerngruppe hat sich ebenfalls mit diesem Thema befasst und dabei kompetentes Verhalten des Situationstypen REG aufgelistet.
https://portfolio.switch.ch/view/artefact.php?artefact=134981&view=11496



Situationsbeispiel

Am Samstagmorgen ist mein Bruder meistens mit dem Fahrrad unterwegs. Abgemacht ist, dass er um 12 Uhr, also zum Mittagessen wieder zu Hause ist. Eine klare Anweisung, die er auch ausführen kann und versteht.
Doch es gab eine Zeit als meine Eltern und ich bis 12:30 Uhr alleine am Mittagstisch sassen und auf ihn warteten. Manchmal war es kaum auszuhalten bis er kam, weil wir oft das Schlimmste befürchteten. Denn oft fuhr er von Waldkirch bis nach Gossau und wieder zurück, was doch eine verkehrsreiche Strecke ist.

Abbildung 1: Mein Bruder am Fahrradfahren (Mändli, 2009)


Es kam der Moment, als wir die Situation mit ihm besprachen.

  • Sowohl mein Bruder als auch meine Eltern schilderten ihre Sichtweisen. Mein Bruder begründete, dass er noch einer Baustelle zugeschaut hätte und er um 12 Uhr abgefahren sei, so wie es besprochen war.
    Meine Eltern erklärten ihre Angst und deuteten nochmals verständlich auf die Abmachung hin. 12 Uhr heisse zu Hause sein und nicht erst dann abfahren.

  • Die Uhrzeit wurde von beiden Seiten klar wahrgenommen, aber es wurde auf verschiedene Weisen aufgefasst. Prüfung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

  • Schliesslich machte meine Mutter ihm klar, dass er schon um 11:30 Uhr abfahren müsse, damit er rechtzeitig zu Hause sei. Mein Bruder war damit ebenfalls einverstanden. Klare, gemeinsame Regel.


Reflexion

Dieses Fallbeispiel zeigte den Situationstypen REG. Obwohl es so scheint, als wäre es ein Missverständnis gewesen, bin ich der  Meinung, dass mein Bruder mit dieser Begründung eine Ausrede suchte. Denn die Uhrzeiten auf eine volle oder halbe Stunde, erkennt er bereits.
Trotz der kleinen Zeiteinschränkung kann mein Bruder weiterhin die Ausflüge mit dem Fahrrad geniessen. Also eine Lösung, die auch für ihn stimmte.
Bei der vorhergehenden Situation will auch der Typ des RV (Rechte durchsetzen) nicht so recht ausbleiben. Wie schon so oft erwähnt, verknüpfen sich die verschiedenen Typen und treten fast nie alleine auf. Auch im Beispiel mit meinem Bruder kommen die Rechte ein wenig durch. Denn die Regel um 12 Uhr zu Hause zu sein, wurde schon im Vorherein von meinen Eltern eingeführt. Sprich, sie bestehen darauf, dass mein Bruder dies auch einhält. Als Vormund haben sie auch das Recht dazu, ihn durchs Leben zu weisen. Trotzdem sehen sie ihn als erwachsenen Menschen und vertrauen ihm, wo sie nur können. Es ist für meinen Bruder extrem wichtig, Freiheiten zu geniessen, wie es jeder andere "normale" Mensch auch kann. Dabei kann der Situationstyp REG sehr gut helfen.

Nämlich die Sichtweisen des Anderen zu akzeptieren und gemeinsam eine Lösung zu finden.

5.Posting, 25.11.2011, Standesregeln

In der letzten Lektion der BSK-Stunde behandelten wir das Thema der Standesregeln. Das sind Regeln, die schweizweit geregelt und von allen Lehrpersonen einzuhalten sind.
Folgende zehn Punkte sind zu beachten:

STANDESREGEL 1 ?        ERFÜLLUNG DES BILDUNGSAUFTRAGS

STANDESREGEL 2 ?        PROFESSIONELLE UNTERRICHTSFÜHRUNG

STANDESREGEL 3 ?        MITWIRKUNG IM SCHULTEAM

STANDESREGEL 4 ?        QUALITÄTSSICHERUNG UND -ENTWICKLUNG

STANDESREGEL 5 ?        FÜHRUNG UND VERANTWORTUNG

STANDESREGEL 6 ?        ZUSAMMENARBEIT MIT DEN PARTNERN

STANDESREGEL 7 ?        VERTRAULICHKEIT

STANDESREGEL 8 ?        EINHALTEN VON VORSCHRIFTEN

STANDESREGEL 9 ?        RESPEKTIEREN DER MENSCHENWÜRDE

STANDESREGEL 10 ?      UNBEDINGTES BEACHTEN VON VERBOTEN

Alle Regeln erläutern mit ihrem Titel kurz und knapp, um was es geht. Dazu gibt es zu jedem Punkt einige Erklärungen. Hierzu möchte ich gerne die Standesregel 7 etwas näher bringen, da ich mich in der BSK-Stunde vor allem mit dieser beschäftigt habe.


STANDESREGEL 7 - VERTRAULICHKEIT

Das Prinzip dieser Regel besteht darin, dass eine Lehrperson sensible Informationen über Lernende vertraulich behandelt.

Mögliche Informationen oder Themen, die vertraulich behandelt werden müssen, sind zum Beispiel:

  • Mobbing
  • Probleme in der Familie
  • persönliche Probleme, wie zum Beispiel Lernschwierigkeiten, Krankheit, usw.

Dies sind Themen, die in einem Schulbetrieb häufig vorkommen und die natürlich auch geklärt werden müssen.

Das heisst, eine Lehrperson ist einerseits dazu verpflichtet, die geltenden Datenschutzvorschriften und gesetzlichen Meldepflichten zu respektieren. Andererseits dürfen Informationen auch weitergegeben werden, wenn dies der Klärung einer Situation nützt. Es soll auf keinen Fall jemandem schaden.

Quelle: LCH-Standesregeln, LCH Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (2008)

Weitere Informationen finden sie auf folgender Seite.
http://lch.ch/cms/front_content.php?idcat=2&idart=2〈=1
Es ist die Website des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer. Die Standesregeln kann man hier nochmals anschauen. Interessant sind auch die verschiedenen Themen, die sie in Form von Veranstaltungen aufgreifen. Heute um 19.00 bis 20.30 Uhr diskutieren verschiedene Professoren zum Beispiel über den Lehrermangel und das Image des Lehrerberufs. In Zukunft ist diese Website in meinen Favoriten.

MEINE BERUFSMOTIVATION

Durch die letzte BSK-Lektion mit dem Thema Standesregeln, ist mir bewusst geworden, wie viel auf zukünftige Lehrerinnen und Lehrer ausserhalb des Unterrichts noch zukommt. Das schreckt mich aber nicht ab, meinen Berufswunsch weiter zu verfolgen.
Mein Traum ist es, später als schulische Heilpädagogin zu arbeiten. Da mein Bruder geistig-behindert ist, bin ich schon als Kind in die Rolle einer Betreuerin hineingerutscht, obwohl er neun Jahre älter ist als ich. Ich wurde also schon früh mit dem Thema Behinderung konfrontiert. Daher habe ich auch keine Probleme mit solchen Menschen umzugehen. Natürlich bin ich immer vorsichtig mit dem Umgang, aber ich mag es, mit behinderten Kindern in Kontakt zu treten und ihnen helfen zu können. Zudem faszinieren mich diese Menschen. Es steckt so viel Freude, Spass und Energie hinter diesen Persönlichkeiten. Schauen sie doch mal das Bild meines Bruder genauer an. Betrachten sie seinen Blick. Was lesen sie daraus? Mich macht es wahnsinnig neugierig. Was geht in ihm vor? Was denkt er? Warum pfeift er?

 

Abbildung 1: Mein Bruder (Mändli, 2011)

Immer wenn ich eine heilpädagogische Schule besuche, stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn ich auch hier unterrichten könnte. Diese Menschen geben so viel Kraft, Energie und Freude. So wie ich es auch von meinem Bruder spüre. Darum freue ich mich ungemein auf meine spätere Arbeit als Lehrerin.

4.Posting, 22.11.2011, Erwartungen - Lehrerrollen - Aufgaben

Für die nächste BSK-Stunde mussten wir uns mit dem Text von Rothland, M. und Terhart, E. (2007) befassen. Während dem Lesen fiel mir dann die Übersicht über Erwartungen, Lehrerrollen und Aufgaben von Barth und Jung-Strauss besonders auf. Sie zeigt einen Überblick über das Spektrum der Lehrertätigkeit auf als auch die Erwartungen verschiedener Gruppen. In folgender Darstellung sehen wir die Standpunkte der Schüler, Eltern, Kollegen, Vorgesetzen und der Öffentlichkeit.

 

 Abbildung 1: Übersicht über Erwartungen, Lehrerrollen und Aufgaben (Barth, 1997; Jung-Strauss, 2000)

 

Klar ist, dass jeder der fünf Gruppen jeweils verschiedene Erwartungen hat. Wobei sie aber nicht besonders voneinander abweichen. Die Schüler und deren Eltern teilen zum Beispiel fast die gleichen Erwartungen, da sich die Eltern natürlich in die Rolle ihres Kindes versetzen. Natürlich sind Erwartungen immer an Bedürfnisse einer Person gekoppelt und kommen dementsprechend zum Ausdruck. Meiner Meinung nach kennt man meist die Erwartungen anderer schon, da man dieselben auch an sich selbst stellt. Gerade im Lehrerberuf sind sie klar strukturiert und verbindlich. Doch wie viele Erwartungen darf man anderen bzw. sich selbst stellen?

Meiner Meinung nach kann man diese Frage nicht für alle gleich beantworten. Manche mögen mit mehreren Aufgaben gleichzeitig gut fertig und andere überhaupt nicht. So stellt sich die Frage: "Wie viel ist jedem zumutbar?" Es wird schlicht und einfach nicht danach gefragt. Man befolgt die Aufgaben und bearbeitet sie so gut, wie möglich. Es gibt fast nie ein wenn oder aber. Denn man erwartet das schlicht und einfach von mir. Das heisst, im Beruf liegt es in den Kompetenzen eines Lehrers, viele Aufgaben miteinander zu meistern. Man setzt sich also auch selbst unter Druck, weil man sich keine Fehler leisten möchte.

So geht es mir auch. Ich setzte mich des Öfteren unter Druck, damit alle in meinem Umkreis zufrieden sind. Ich bin eine Person, die erst ganz am Schluss sich selbst sorgt. Das Wohl der Anderen ist im Vordergrund und stellt mir unbewusst eine Hürde. Übermüdung, schlechte Laune oder Krankheit sind später mögliche Auswirkungen. Mein Körper sagt mir quasi, wenn es genug ist und ich mal wieder zuerst wichtig bin. Ich würde sagen, dieser Erwartungsdruck, denn ich mir selber stelle, ist eine Schwäche von mir. Doch Schuld ist auch die heutige Zeit. Man kann nicht mehr Tag für Tag leben und nehmen, wie er ist, sondern muss schon um Tage, Wochen, Monate sogar Jahre vorausplanen, damit wir den Forderungen standhalten.

Daher plädiere ich dafür, dass die Menschheit vorsichtiger mit Forderungen und Erwartungen umgehen muss. Natürlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier, aber für zu viele Aufgaben ist er nicht gebaut. Darum muss die Möglichkeit auch heute noch bestehen, Fehler zu machen. Denn die Welt ist bereits zu perfektionistisch. Trotzdem möchte ich lernen, mit Erwartungen besser umzugehen, so dass es mir wohl ist. Ich hoffe die nächsten BSK-Stunden können mir hierbei weiterhelfen.

Perfektionismus hat meiner Meinung nach sehr viel mit Erwartungen zu tun. Darum hier ein Link zum Thema Perfektionismus, woher er kommt und Wege aus dieser Falle. Auf der gleichen Seite finden sie dann, nach dem Text, noch weitere Informationen zum Thema. Wie zum Beispiel einen Test: Bin ich ein Perfektionist?
http://www.lebenshilfe-abc.de/perfektionismus.html

3.Posting, 14.11.2011, Teamrollen im Kindergarten

Vom 7.-11. November 2011 konnte ich mein erstes Praktikum im Kindergarten Oberzil in St. Gallen absolvieren. Ich arbeitete also während einer Woche mit einer Gruppe von Kindern sehr intensiv zusammen.
Wie vom letzten Posting bereits berichtet, gibt es verschiedene Rollen, in die wir schlüpfen können. Da diese Praktikumswoche für mich eine ganz neue Erfahrung war, veränderte sich auch mein Verhalten. Es nahm mich also wunder, ob sich auch meine Teamrolle im Verlauf dieser Woche bzw. in der Situation im Kindergarten verändert hatte. So beschloss ich den Test von Belbin (1986) vom BSK Unterricht nochmals zu lösen, im Bezug auf die Praktikumswoche.

Das Ergebnis



Betrachtet man die Abbildung genau, sieht man unübersehbare Unterschiede. In der zweiten Situation, die der Situation im Kindergarten entspricht, habe ich den Implementer so gut, wie ganz abgelegt. Dagegen ist die Rolle des Drivers noch stärker hervorgetreten. Zudem erscheint eine ganz neue Seite. Der Finisher oder auch Abschliesser genannt. Dessen Eigenschaften möchte ich kurz erläutern.

F: Finisher/ Abschliesser/in
- beachtet konsequent die Zeitlimiten und bringt das Dringlichkeitsbewusstsein ein
- schaut auf eine gute Nachbearbeitung und Details
- behütet Gruppe vor Fehlern

Quelle: Berufs- und Studienkompetenzen, Fröhlich, E. (2005) und Belbin, R.M. (1981).
 
Mir ist aufgefallen, wie ich zum Teil wirklich eine andere Rolle eingenommen habe. Welche war mir nicht bewusst, aber es trifft voll und ganz auf den Abschliesser zu. Im Kindergarten ist man oft darauf bedacht, die Kinder vor Gefahren zu bewahren. Man macht sie auch darauf aufmerksam, damit sie sie kennenlernen. Ausserdem sind Zeitlimiten von grosser Bedeutung. Das Programm läuft nach der Lehrperson und muss eingehalten werden, damit der Stoff oder die jeweiligen Arbeiten durchgeführt werden können. Natürlich sind im Kindergarten nicht so strenge Grenzen gesetzt, aber die Kinder müssen ebenfalls lernen, dass zum Beispiel eine Pause nach einer gewissen Zeit einfach zu Ende ist.

Wenn ich die Eigenschaften des Implementer nochmals durchlese, wird mir klar, warum ich ihn in der Praktikumswoche abgelegt habe.
Zur Erinnerung:

I: Implementer/Ausführer/in
- übernimmt Verantwortlichkeit und Hauptrolle in Gruppenentscheiden
- führt Vorhaben systematisch und effizient aus
- sorgt für detaillierte und praktisch anwendbare Ergebnisse

Quelle: Berufs- und Studienkompetenzen, Fröhlich, E. (2005) und Belbin, R.M. (1981).

Eine Lehrperson besitzt das gewisse Mass an Verantwortlichkeit schon durch die Rolle als Lehrer/in selber. Der Implementer/Ausführer ist also schon automatisiert bzw. charakteristisch für diesen Beruf. Man braucht die Rolle quasi nicht mehr einzunehmen, sondern man braucht sie anzunehmen.

Ich habe von dieser Woche extrem profitiert. Es ist erstaunlich, wie schnell sich verschiedene Rollen in jeweiligen Situationen verändern oder entwickeln. Dieses Beispiel hat mir gezeigt, dass jeder jede Rolle besitzt und nicht auf einer sitzen bleibt. Je nach Situation verändert sich die Stärke der Rollen und so setzt sich eine Gruppe immer wieder verschieden zusammen. Dies ermöglich schliesslich eine gute Zusammenarbeit, die täglich gebraucht wird.


Zum Schluss noch ein Link zu einem Gastbeitrag von Matthias Blümke auf www.buisness-wissen.de. Er thematisiert die Berücksichtigung der Teamrollen der einzelnen Teammitglieder und greift nochmals alle Rollen auf.

http://www.business-wissen.de/organisation/ergaenzen-jedes-teammitglied-agiert-in-seiner-rolle/

Details

Comments

Andrea Christen
19 December 2011, 4:16 PM

Liebe Frau Mändli,

Ihr e Reflexions-Portfolio ist als Modulnachweis HS 11 BSK I angenommen. Die entsprechenden ECTS-Punkte werden Ihnen demnächst gutgeschrieben.

Freundliche Grüsse
A. Christen

PS: Ich suche noch e-Reflexionsportfolios, die öffentlich auf unsere E-Portfolioseite verlinkt werden können. Dies bedeutet, das jede interessierte Person Ihr ePortfolio lesen kann. Würden Sie das erlauben? Ein "Nein" ist kein Problem.

Maya Mändli
19 December 2011, 7:20 PM
Liebe Frau Christen vielen Dank und Sie können ohne weiteres meine E-Portfolios freischalten. Dann wünsche ich noch einen schönen Abend. Freundliche Grüsse M.Mändli
2 comments