Narrative Verfahren digital unterstützen

Teilprojekt von "Medien in der Lehre HS15 / HS16 am IVP"

Kontakt: Manuel Furrer

Projekt Erzählen

Projektidee

Im Wahlmodul Theater lernen die Studierenden Geschichten zu erzählen. Sie studieren dazu eigens ausgewählte Geschichten ein und stellen diese in einer einfachen aber aussgerwöhnlichen Aufführung einem kleinen Publikum vor.

Dabei sollen die ausgewählten Geschichten medial begleitet resp. unterstützt werden. Die Studierenden erarbeiten dazu selbstständig ein Konzept, wie sie die vorgetragene Geschichte mit digitalen Hilfsmitteln ausarbeiten wollen. Eine zentrale Rolle spielt sicher die Raumgestaltung (durch Musik, Bilder, Filme, Licht, etc.)

Umsetzung

Es werden Geschichten erzählt. Die meisten Geschichten werden in Mundart/Berndeutsch vorgetragen. Eine Geschichte war Hochdeutsch, eine in Englisch. Dabei gab es drei Gruppen, deren Geschichten in ein vergleichbares Themenfeld eingeordnet werden können.

Die drei Gruppen

  1. Anderi Lüt - Geschichten über die Anderen. Über andere Meinungen, andere Leben und andere Gefühle.
  2. Frömdi Städt, frömdi Länder - Geschichten rund ums Unterwegssein, über fremde Kulturen, fremde Städte, fremde Sitten und fremde Sprachen.
  3. Anderi Sprache - Unterschiedlichste Geschichten in verschiedensten Sprachen. Und doch verbindet sie etwas.

Die Geschichten

Die Studierenden durften selber Geschichten auswählen. Zu Beginn des Seminars lernten sie jedoch zahlreiche Geschichten kennen.

Der Austragungsort

Der Vortragsort sollte speziell sein, dass heisst, sich von der üblichen Theaterkulisse (Bühne etc.) etwas abgrenzen. Am Ende wurde das Treppenhaus im vonRoll Gebäude ausgewählt, da durch die Treppen und die spezielle Akustik eine interessante Atmosphäre geschaffen werden konnte.

Theateraufführung im Treppenhaus
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Die Rolle der Medien

Es fanden zwei Treffen der Gruppe mit dem Medien und Informatikteam des ivp statt, bei denen Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert wurden. Die Lösungen sollten dabei dem "Charakter" der Gruppe möglichst gut entsprechen. Es war also nicht das Ziel, ein vorgebenes Stilmittel zwanghaft umzusetzen. Dadurch entstanden drei ganz unterschiedliche Lösungen:

Gruppe 1 entschied sich für ein Schattenspiel mithilfe eines klassichen Hellraumprojektors.

Gruppe 2 konzentrierte sich auf das farbliche Zusammenspiel mit Scheinwerfer und Postkartenbilder.

Gruppe 3 verwendete einen Projektor, mit dem sie eine zuvor erstelle Präsentation von Filmausschnitten an die Treppenkonstruktion warf.

Fazit

Die Vorstellung wurde zwei mal vorgeführt und war ein Erfolg. Schauspielerinnen und Schauspieler sowie auch das Publikum waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Das Ziel war es, die Studierenden möglichst selbstständig auf eigene Lösungen kommen zu lassen. Zu Beginn wurden deshalb nur sehr wenige Vorgaben gemacht. Dies führte zeitweilen zu gewissen Verunsicherungen, ob das Projekt gelingen wird oder nicht. Am Schluss zahlte sich dies jedoch durch eine kreative und eigenständige Umsetzung aus.

Projektion auf Treppenstufen
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Beleuchtung mit farbigen Scheinwerfern
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