BeeBot in der 2. Klasse Ostermundigen

Abstract

Michelle Bütikofer / Alina Geiger; HS15; Profil VUS;

Zwei Nachmittage mit dem BeeBot in der zweiten Klasse.

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Thema / Ziel des Klassenbesuchs / Aufgabenstellung

Das Thema der zwei Unterrichtsdurchführungen war das Programmieren eines Roboters mithilfe des BeeBots. Unser Ziel war, den Zweitklässlern in Ostermundigen beizubringen, was ein Roboter ist. Dies taten wir mit den kleinen gelben BeeBots. Diese konnten die Schülerinnen und Schüler programmieren, damit sie dort durchfahren, wo sie es gerne hätten. Zuerst wollten wir von den Lernenden wissen, was sie über Roboter alles schon wissen. Anschliessend machten wir zwei Spiele zum Einstieg, bei welchen die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig programmiert haben. Nach der Einführung erhielt jede Zweiergruppe einen BeeBot, mit welchem sie einen Postenlauf durchlaufen konnten. Es gab verschiedene Posten mit unterschiedlichen Matten. Dazu gab es bei jedem Posten ein Aufgabenblatt mit den Aufträgen für die Lernenden. Es gab schwierigere und einfachere Posten. Für den Fall, dass eine Gruppe jeden Posten sehr schnell lösen kann, hatten wir einen Zusatzposten, der noch etwas schwieriger war, parat.

Erarbeitungsschritte / Arbeitsprozess

In einem ersten Schritt lernten wir selber den BeeBot und die verschiedenen Matten kennen und durften damit spielen. Anschliessend planten wir die zwei Unterrichtsdurchführungen mit den BeeBots in der zweiten Klasse in Ostermundigen. Wir erstellten eine Projektskizze, planten die zwei Lektionen und erstellten eine Materialliste. Für die Kinder bereiteten wir ein Postenübersichtsblatt und pro Posten ein Aufgabenblatt vor.
Vor der Durchführung konnten wir das ganze Material an der PH Bern ausleihen (das
Material ist auch in der Mediothek am Helvetiaplatz, Bern, erhältlich). Wir führten unsere Unterrichtsplanung an zwei Nachmittagen während zwei Lektionen mit je einer Hälfte der Klasse durch.
Nach den Durchführungen erstellten wir mit dem Gratis-Programm Scribus eine Broschüre zur Durchführung des Projekts BeeBot in der zweiten Klasse.

Reflexion zum Klassenbesuch

Unsere Klassenbesuche haben sehr gut geklappt. Die Lernenden waren alle sehr interessiert und begeistert von dem Thema. Der Einstieg mit den Roboterspielen hat die Lernenden schon recht gut auf die Arbeit mit dem BeeBot vorbereitet. Jedoch hätte man schon an der Stelle darauf eingehen können, dass die Funktion "drehen" bedeutet, dass der Roboter sich dreht, aber nicht weiterfährt. Die Bedeutung "links/rechts2 würde so schon klarer werden. Viele Lernende hatten beim BeeBot den Fehler gemacht, bereits beim "drehen" einen Schritt nach vorn zu denken.  Wenn man dies schon bei den Einführungsspielen mit den Lernenden so anschaut, wäre es beim BeeBot schon klarer. Bei der ersten Gruppe haben wir bei den Posten vergessen, die Zeit zu stoppen. So hatten die Lernenden nicht bei jedem Posten gleich viel Zeit. Beim zweiten Durchgang hatten die Lernenden weniger Zeit für die Posten, weil die Einführung länger dauerte. So konnten nicht immer beide Kinder die Aufgabe ausführen. Im Grossen und Ganzen haben die Lernenden sehr gut mitgearbeitet und auch etwas gelernt. Jedoch war ihnen zum Teil am Ende nicht bewusst, dass ein Roboter nur das macht, was ihm gesagt wird. Dies war die Erkenntnis, die wir an diesem Nachmittag erreichen wollten. Den Lernenden war dies aber zum Teil noch nicht klar.

Bezug zur Schulstufe / Lehrplanbezug

Es gibt leider kaum Kompetenzen zu Informatik, die für die Unterstufe gelten. Wir finden jedoch, dass man sicher auch schon an den Kompetenzen aus dem 2. Zyklus arbeiten kann. Man muss es nur ein wenig vereinfachen. Für uns auf der Unterstufe war es vor allem wichtig, dass die Lernenden erkannten, dass ein Roboter nur das macht, was ihm gesagt wird. Zudem haben wir sie bereits im Vorfeld bei den Spielen an dieses Konzept herangeführt und versucht, ihnen dieses zu vermitteln. Die BeeBots sind speziell für die Kindergarten- und Unterstufe konzipiert und funktionieren ganz einfach. Für die nächste Stufe gibt es anspruchsvollere Robotik-Programme, wie zum Beispiel WeDo (3./4. Klasse) oder Lego MindStorm EV3 (5./6. Klasse).

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Fazit / Ausblick

Die Lernenden hatten grosse Freude an der Arbeit mit dem BeeBot. Ein Kind meinte sogar: „dürfen wir heute den ganzen Nachmittag nur spielen?“. Den Lernenden ist also gar nicht bewusst, was sie in einer Sequenz mit dem BeeBot alles lernen. Zum Teil waren die Lernenden schon sehr gut und konnten den BeeBot schon ohne Hilfe richtig programmieren. Für diese Kinder wäre es sicherlich wichtig, weitere anspruchsvollere Materialen zur Verfügung zu stellen. Falls also ein solches Projekt länger als nur an einem Nachmittag durchgeführt wird, wäre sicherlich ein Einsatz von WeDo oder dem BlueBot für starke Lernende sinnvoll.

Quelle

Bei der Postengestaltung holten wir die Ideen aus einer schriftlichen Arbeit aus einem früheren Wahlmodul.

Burkhalter, K. / Ehrenbolger, V. (2014): Bee-Bot. Bern: PH Bern. (Unveröffentlicht)

Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK): Lehrplan 21. Medien und Informatik. http://vorlage.lehrplan.ch/index.php?nav=200&code=b%7C10%7C0&la=yes ; 11.01.2016

Dokumentation

siehe Anhang