Einführung in die Robotik - ein Projekt für die 5. / 6. Klasse

Gestaltung

Teilprojekt "Medien in der Lehre"

Einführung und Vertiefung in die Robotik mit einer Klasse als Projekt

Unterseite: Gestaltung (eigenes Projekt)

Gestaltung

Das eigene Projekt

Das eigene Projekt nimmt Gestalt an

Ablauf

Vorüberlegungen zum eigenen Projekt

Nachdem die SuS das nötige Knowhow über das Zusammenbauen eines Roboters, dessen Programmierung und die Funktionsweise der Motoren und Sensoren erworben haben, kann es an das eigentliche Projekt gehen. Hier ist wichtig, dass vorgängig der klare Zeitrahmen abgesteckt wird, um den SuS zu ermöglichen, ihr eigenes Projekt in einem realistischen Umfang zu halten. Viel zu oft werden Wunschprojekte geplant, welche entweder zeitlich oder technisch nicht umsetzbar sind.

Vorgängig haben die SuS genügend Zeit, ihr eigenes Projekt zu planen. Gemeinsam wird dies besprochen, auf allfällige Stolpersteine hingewiesen, und das zusätzliche Material besorgt. An der Primarschule lief der Austausch vorgängig über Educanet2. Hier beschrieben die SuS ihre Ideen in einem Blog oder einem Wiki, zu welchem die LP Stellung nehmen konnte. Der ganze Prozess kann neben der Schule geschehen oder die SuS erhalten in einem Fach - beispielsweise Deutsch - die Gelegenheit, an ihren Beiträgen zu arbeiten. Mehr dazu im Kapitel "Vorbereitung - Wie begleite ich das Projekt?". So kam jedes Team mit einer ausgereiften Idee in die Stunde und konnte das Projekt der Klasse vorstellen.

Pädagogische / didaktische Überlegungen: Wichtig ist, dass beide Teampartner gleichermassen hinter dem Projekt stehen und ihre Ideen einfliessen lassen können. Auch bei der Umsetzung und der Präsentation soll darauf geschaut werden, dass das Projekt gemeinsam getragen wird.

Kick-Off zum eigenen Projekt

Die SuS erläutern den anderen Gruppen ihre Projektidee, am besten stellen sie dabei ihren Blog-Eintrag / ihr Wiki vor. Evtl. gibt es bereits jetzt von der Klasse Rückmeldungen / Vorschläge, welche direkt in das Projekt mit einbezogen werden können.

In Aarberg wurde an folgenden Projekten gearbeitet:

  • Roboter, welcher Farbe unterscheiden kann und sagt, was er sieht
  • Harley, welche der schwarzen Linie nachfährt
  • Raupenfahrzeug als Buttler oder welches mit einer Fernbedienung bedient werden kann
  • Sprechender Roboter und Tanzroboter
  • Pink Furby, welches geknuddelt werden will
  • der Lernfahrausweis für Roboter
  • Roboter-Hund, welcher farbige Knochen unterscheiden kann und pinkeln geht
  • der verliebte Roboter, welcher Männer aussucht

Als Zeitrahmen haben wir zwei ganze Tage eingesetzt, also rund 12 Lektionen. Die SuS hatten dann die Möglichkeit, nach Rücksprache mit den Eltern noch zwei Lektionen am Nachmittag freiwillig weiter zu arbeiten, was von den meisten Gruppen auch genutzt wurde.

Alle Gruppen wurden zu ihren Projekten befragt, hier die Antworten dazu:

 

Details

Weitere Ideen / Tipps & Tricks

Überlegungen zu den Robotern:

Die SuS hatten vermehrt Mühe mit dem korrekten Auslesen und Bedienen der folgenden Sensoren:

  • Farbsensor: Liest bei nicht ganz klaren Lichtverhältnissen oder bei falschem Abstand zum Blatt eine falsche Farbe heraus.
  • Gyrosensor: Ist relativ schwierig zu bedienen, da die Logik der Datenausgabe zuerst begriffen werden muss.

Weiter wurde bemerkt, dass nur sehr kurze Audioclips hochgeladen werden können und diese erst noch sehr leise zu hören sind.

Überlegungen zum Projekt:

Als grösstes Plus - neben dem Spass an der Sache und dem schnellen Lernerfolg wurden häufig die grosse Eigenständigkeit, die freie Projektwahl und die Befreiung von Noten als Bewertung genannt.

Pädagogische / didaktische Überlegungen: Wie gelingt es, dass die SuS so lange am eigenen Projekt begeistert arbeiten können? Dafür sind verschiedene Faktoren entscheidend:

  • Es kann an einer eigenen Idee bzw. an einer eigenen Sache gearbeitet werden.
  • Die Einführung verlief fundiert und lässt eigenständiges Arbeiten zu.
  • Alle Materialien stehen direkt zur Verfügung oder können schnell aufgetrieben werden.
  • LP und Coaches stehen bloss als Unterstützung zur Verfügung, das Team ist für den Erfolg selbst verantwortlich.
  • Die Idee wurde vorgängig vorgestellt, nun wollen die Teams auch zeigen, dass sie diese umsetzen können.
  • Die anderen Klassen des Schulhauses haben auch vom Robotikprojekt gehört und fragen auf dem Pausenplatz / zu Hause nach, was gerade am Laufen ist.
  • Das ganze Projekt wird dokumentiert auf der Homepage der Prim Aarberg - mehr dazu im Kapitel "Vorbereitung - Wie begleite ich das Projekt?". Dies spornt noch weiter an, da direkt Rückmeldungen von ausserhalb der Schule eingehen.
  • Die Türen ins Klassenzimmer sind jeweils offen, das heisst, andere Interessierte SuS oder LP können jederzeit kommen und den momentanen Projektstand mitverfolgen
  • Es gibt keine Noten. Die Motivation besteht auch darin, den anderen Klassen und den Eltern anhand der Präsentation zu zeigen, was man erreicht hat.
  • Und nicht zuletzt ist natürlich auch die Motivation der ganzen Klasse entscheidend, damit dieses Projekt gelingen kann
Details

Benötigtes Material

  • EV3 - Kisten
  • Akkus
  • Computer mit EV3 Software
  • Kabelrolle, Verlängerungskabel
  • Tische für den Zusammenbau
  • Räume für Arbeiten in TTG / BG
  • Materialien für fächerübergreifende Arbeiten 
  • Kamera / Fotoapparat zur Dokumentation
  • Audiogeräte zur Aufnahme von Stimmen / Geräuschen
Details

Bezug zum Lehrplan

Programmieren des Roboters

MI.1.3.c + 3 (2. Zyklus)

MI.1.4.b (2. Zyklus)

MI.2.2.b - f (2. Zyklus)

Mit diesem Projekt kann problemlos der ganze Bereich MI.2 (Algorithmen) abgedeckt werden.

TTG.2.A.2.b

TTG.2.B.1a - c

TTG.3.B.4b